Urlaub (fast) zuhause

Urlaub für einen Nachmittag lang

Oftmals sind es die kleinen Dinge im Leben, die einem Freude machen. Wenn so schönes Wetter herrscht, wie gerade jetzt, braucht man nicht in die Ferne schweifen. Wenn einem das Glück hold ist, beschert es einem sogar noch ein Eckchen, wo man einen Nachmittag lang nackt die Seele baumeln lassen kann.Eine Viertelstunde Fahrt von unserem Zuhause entfernt befindet sich eine kleine Sauna, die inmitten eines Parks liegt. Die Sauna heißt ja auch Sauna du Parc…

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Der Park, der vom Besitzer, Daniel Willer, einem Gestrüpp abgerungen worden ist, ist von einem Acker in einer unberührten Landschaft umgeben. Das Helle im Hintergrund ist der frischgepflügte Acker.

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Es gibt viele Ecken, auch mit Schatten, sollte die Sonne einmal zu heftig scheinen. In einer dieser Ecken plant Daniel einen Boule-Platz einzurichten. So befruchtet die südfranzösische Kultur des Boule- oder Pétanque-Spiels das Département du Haut-Rhin.

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Selbst der Kater aus der Nachbarschaft scheint dieses Fleckchen Erde zu schätzen.

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Es braucht nicht viel, um ein kleines Glück zu finden, man muss es nur erkennen!

Drei Tage Naturismus in Mittelhessen


Nachtrag  im November 2015: Das Parkhotel in Solms-Albshausen ist seit Mai 2015 geschlossen.


Schon lange wollten wir ein weiteres naturistisches Hotel näher unter die Lupe nehmen, eines, das uns bislang nur dem Namen nach ein Begriff war: Parkhotel – Parksauna in Solms-Albshausen. Dieser Ortsteil befindet sich nahe Wetzlar, der Metropole (50’000 Einw.) des Lahn-Dill-Kreises in Mittelhessen.

Die Osterfeiertage boten sich an für eine spontane Reise. Natürlich nicht ohne vorherige Reservation, denn dieses Hotel hat gerade einmal 8 Zimmer. Somit haben wir 3 Tage Halbpension gebucht, für gerade einmal 150 € pro Person, minus 5% Barzahlungsrabatt, minus 5% Rabatt für DFK-Mitglieder.Das Angebot dieses Hotels, obwohl es auf der eigenen Webseite erläutert ist, hat unsere Erwartungen übertroffen. Wir wurden von Wolfgang Thiele und seiner Lebensgefährtin Rita sehr freundlich empfangen. Was man, falls man Wert darauf legt, an schicken Designermöbeln und ebensolcher Innenarchitektur vermissen könnte, wird durch die Qualität des Gebotenen und durch die freundliche und lockere Atmosphäre mehr als ausgegeglichen.

Ein besonderer Lichtblick war das Essen. Es wird von Wolfgang persönlich zubereitet, ohne jegliche Zuhilfenahme von Bofrost, Eismann und wie alle übrigen Convenience food-Händler heißen mögen. In Frankreich nennt man diese Art Küche „cuisine du terroir“, man findet sie z.B. in den sagenhaft guten Tables et Chambres d’Hôte. Um ein Beispiel zu nennen: der Salatteller umfaßt mehr als zwölf Komponenten: Kopfsalat, Radicchio, Chinakohl, Tomaten, rohe Champignons, drei Sorten Peperoni (Paprika), selbst eingelegte Chillies (Peperoncini), Möhren, Oliven, Rettich, Zwiebeln, Brunnenkresse. Und als Sauce nicht etwas das käufliche Zeug aus dem Kanister, sondern eine selbst hergestellte Mischung aus Sauerrahm, Joghurt und Kräutern.

Eine kleine Kritik könnte ich an dem an einem Abend servierten Gulasch anbringen, aber mehr im Sinne einer konstruktiven Anmerkung. Das verwendete Rindfleisch war zu mager, und es wurde vermutlich bei zu hoher Temperatur gegart. Dadurch trennen sich die Fleischfasern zwar voneinander, aber die harte Faserstruktur bleibt erhalten. Mehr zum Thema in der Rubrik Koch- und Backrezepte.

Die parkähnliche Gartenanlage wird durch einen sorgfältig bepflanzten und gepflegten Steingarten vom (geheizten) Pool abgegrenzt. Wer Schatten haben möchte, kann sich unter die Bäume legen, wer in die pure Sonne liegen will, hat zusätzlich eine Sonnenterrasse zwischen den Hotelgebäuden zur Verfügung. Der heiße Whirlpool hat leider schon bessere Tage gesehen, und der Lärm der Luftpumpe erfüllt die Gegend. Von mir aus könnte man die Blubberbläschen abschaffen, denn die Geräuschkulisse der Vögel ist umwerfend, vor allem am Morgen, kurz vor Sonnenaufgang.

Nachtrag zum Thema Luftpumpe des Whirlpools: Wie mir der Inhaber, der inzwischen ebenfalls nacktKULTUR-Forenmitglied ist (willkommen, Wolfgang!), mitgeteilt hat, wird die Luftpumpe demnächst ausgetauscht.

Es stehen zwei Saunen zur Verfügung, eine trockene mit 95°C, und eine feuchte mit 70°C. Was man – in Unkenntnis des Echten – als verwittertes altes Holz bezeichen möchte, ist in Wahrheit teures Kelo-Holz, das für die Innenauskleidung der Saunen verwendet wurde.

Für kalte Witterung, oder wenn man Stille vorzieht, gibt es einen Ruheraum, ausgestattet mit Matratzen, Kissen und Wolldecken. In einem Teil des Raums befinden sich zwei Sonnenliegen, bestehend aus je 5 HQL-Mischlichtstrahlern und 3 Wärmelampen.

Soviel zum Hotel. Das Umland hat Einiges zu bieten, und, im Gegensatz z.B. zum „Hotel zum Walde“ in Stolberg/Zweifall, wo die Attraktionen weiter entfernt sind (Aachen, Hohes Venn, Maastricht), befindet sich alles in einem engen Umkreis. Die nächstgrößere Stadt, Wetzlar, ist gerade einmal 7km entfernt. Der absolut sehenswerte Wetzlarer Dom wird gemeinschaftlich von der evangelischen und der katholischen Gemeinde genutzt. Während des Ostergottesdienstes am Sonntag durften wir zwei Taufen miterleben.

In Braunfels, ebenfalls nur wenige Kilometer entfernt, ist die zum Barockschloss ausgebaute Burg sehenswert. Unterhalb dieses Luftkurortes befindet sich der Mühlenteich mit drei Waldlehrpfaden. Wir haben den nicht ganz so sonnigen Ostersamstag zu einem ausgedehnten Waldspaziergang genutzt.

Der Sonntagabend im Restaurant der Parksauna wurde noch von einem spontanen Einmann-Konzert des Gastgebers gekrönt. Was wir nicht wußten: der Wirt, Wolfgang Thiele, der das Haus seit 1986 führt, ist außerdem ein begnadeter Bluesmusiker. So gab er neben Klassikern der Bluesmusik auch noch Eigenkompositionen zum Besten, mit Gesang, E-Gitarre und Bluesharp.

Alles in Allem: Es war ein sehr erfreulicher Osterausflug nach Mittelhessen!

Eine kleine Impression des Steingartens:

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Currant Queenies

Ein Rezept, das nur ein paar Minuten Vorbereitung und etwa 20 Minuten Backzeit erfordert:

Currant Queenies

Zutaten

  • 120 g Mehl
  • 90 g Zucker
  • ½ TL Salz
  • 1½ TL Backpulver
  • 75 g Butter
  • ½ Vanilleschote
  • 2 Eier
  • 3 EL Milch
  • 60 g Rosinen
  • 8 kandierte Kirschen

Zubereitung
Trockene Zutaten vermengen. Samen aus der halben Vanilleschote auskratzen und zur Butter hinzufügen. Butter in kleinen Stücken in die trockenen Zutaten reiben.

2 Eier ganz unterrühren. Mit der Milch zu einem dickflüssigen Teig mischen. Rosinen dazugeben.

In kleine Papierförmchen (15-16 Stück) abfüllen und bei 170°C anbacken, dann bei 150°C fertigbacken. Dauer ca. 20 Minuten. Kurz vor Ende des Backvorgangs eine halbierte kand­ierte Kirsche auf jedes Törtchen setzen.

Der blog zur nacktKULTUR

Als IT-Berater eines Verlags nehme ich von Berufes wegen die Bedürfnisse der Geschäftsleitung und der Belegschaft zur Kenntnis. Es gab einen Wunsch nach einer Open Source-Lösung für ein einfach zu handhabendes Publikations- und Kommunikationssystem. Das Produkt WordPress als Blog-Software hat sich angeboten.

Jetzt probiere ich diese Software gleich einmal an nacktKULTUR aus! Wer weiß, vielleicht kommt in nächster Zeit der eine oder andere Artikel hinzu, soweit es mir die verfügbare Zeit erlaubt.