Archiv der Kategorie: Rezepte (backen)

Wurstweggen

Zutaten
  • 50g altbackenes, möglichst helles Brot (Halbweißbrot)
  • 2 Schalotten
  • 2 kleine Zehen Knoblauch
  • etwa Butter oder Schmalz
  • 340g  Hackfleisch
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Ei
  • 1 TL Sardellenpaste
  • gehackte glatte Petersilie (Prezzemolo)
  • 280g Butter-Blätterteig
Zubereitung

Das Brot einweichen, die Schalotten und den Knoblauch kleinschneiden, in Butter oder Schmalz anschwitzen. Das Brot ausdrücken. mit dem Hackfleisch und den übrigen Zutaten vermengen. Das Ei teilen, Eiweiss unter den Teig rühren. Mit Salz, Pfeffer und der Sardellenpaste würzen.

Den Blätterteig in 12 Rechtecke teilen, in jedes der Rechtecke etwas Fleischmasse geben. Eine Rolle formen, und mit dem offenen Ende nach unten auf ein Backpapier legen. Mit dem zurückbehaltenen Eigelb bestreichen.

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Bei mittlerer Hitze ca. 20-30 Minuten backen.

Wenn es einen Rest von der Fleischmasse gibt, kann er als Mini-Hackbraten in einer Pyrexform gebacken werden.

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Und so wird’s serviert:

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Ideal dazu: ein kleiner Tomatensalat mit frischen Basilikumblättern. Als Getränk eignet sich z.B. ein Faugères Rosé.

Bread and Butter Pudding

Food Waste, also die Entsorgung von nicht mehr benötigten Esswaren,  ist ein enorm wichtiges Thema.  Zitat aus Wikipedia zu diesem Thema:

Die Menge an Lebensmittelabfällen, die jährlich in den 28 Mitgliedstaaten der EU anfällt, wird in einer von der EU-Kommission veröffentlichten Untersuchung auf ca. 89 Millionen Tonnen, bis zu 50 % entlang der Lebensmittelversorgungskette, geschätzt. Dies entspricht 179 kg pro Kopf, mit großen Unterschieden zwischen den einzelnen EU-Ländern und den verschiedenen Branchen. Dabei ist die Verschwendung bei der landwirtschaftlichen Erzeugung oder der Rückwurf von Fängen ins Meer noch nicht eingerechnet. Für Deutschland wurden 81,6 kg/a Lebensmittelabfälle pro Person in Privathaushalten ermittelt. Nach der Studie vom März 2012 der Universität Stuttgart wäre davon 45 % vermeidbar und 18 % teilweise vermeidbar gewesen.

So ist es mir ein Anliegen, möglichst überhaupt keine Lebensmittel zu entsorgen, wenn sie noch in irgendeiner Weise verwertbar sind. Das gilt insbesondere für das Brot, welchem u.A. in der Bibel eine besondere Bedeutung zukommt.  EIne gute Möglichkeit, altbackenes Brot in ein Dessert zu verwandeln, ist der englische Bread and Butter Pudding:

Zutaten
  • 100g altbackenes, möglichst helles Brot (Halbweißbrot)
  • 1 Apfel
  • 2 EL Sultaninen
  • 50g Butter
  • Zeste von ½ Zitrone
  • 3 EL Zucker, wahlweise auch Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 130ml Milch
Zubereitung

Das Brot in kleine Stücke schneiden, den Apfel ebenso. Zusammen mit den Rosinen in eine Auflaufform schichten. Butter, in Stückchen geschnitten, darauf verteilen. Für ein paar Minuten in den Backofen geben, damit die Butter schmilzt.

Inzwischen den Guß herstellen: Mit dem Pürierstab die Eier, Milch, Zitronenzeste und den Zucker verquirlen und über den Auflauf gießen.

Bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten backen, bei Bedarf mit Alufolie abdecken, wenn die oberste Schicht zu dunkel zu werden droht.

York Buns

York – die historische Hauptstadt der nordenglischen Grafschaft Yorkshire – hat diesem Rezept Pate gestanden. Ich habe die York Buns in einem Kochbuch „Yorkshire Country Recipes“ aus dem Jahr 1988 gefunden. Nach der metrischen Umrechnung, leichter Anpassung auf unsere Verhältnisse und der Übersetzung stellt sich das Ergebnis wie folgt dar:

Zutaten
  • 454g Weißmehl
  • 175g Feinkristallzucker
  • 11g Backpulver (die Menge für 500g Mehl)
  • 2 Eier zu 63g
  • 175g Butter
  • Prise Salz
  • Milch nach Bedarf (ca. 200ml)
  • 175g Rosinen / Weinbeeren
  • 75g gemischtes, gehacktes Orangeat / Zitronat
Zubereitung

Alle trockenen Zutaten vermengen, die Butter in kleinen Stücken darunter reiben, bis eine pulverige Masse entsteht. Ganze Eier daruntermischen, mit der Milch einen relativ steifen Teig herstellen. Rosinen und kandierte Früchte untermengen.

Mit einem Löffel oder mit Hilfe der Finger kleine, runde Häufchen auf einem Backpapier platzieren. Es gibt 2 Bleche mit je 11-12 Buns, also insgesamt 22 bis 24 Stück.

Bei 180°C Konvektion ca. 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen, bis die Buns goldbraun sind.

Apfeltorte aus dem Pfarrhaus

Ein Rezept für eine Apfeltorte, die ein wenig reichhaltiger ist als der einfache Apfelkuchen aus Kriegszeiten, die aber dennoch leicht herzustellen ist.  Das Rezept hat eine gewisse Verwandtschaft mit der Zürcher Pfarrhaustorte, weshalb ich es „Apfeltorte aus dem Pfarrhaus“ nenne.

Zutaten
  • 125g Feinkristallzucker
  • 2 Eier zu 63g
  • Prise Salz
  • 1 TL Backpulver
  • 80g weiche Butter
  • abgeriebene  Zeste von ½ bis 1 Zitrone
  • 160g Weißmehl
  • etwas Butter zum Einfetten der Springform
  • 2 große oder 3 kleinere Boskop-Äpfel
  • etwas Rohzucker zum Bestreuen
Zubereitung

125g Zucker mit der weichen Butter, der Zitronenzeste und der Prise Salz mittels Schneebesen und Handrührer emulgieren. Nacheinander zwei ganze Eier hineinmischen. Das geht am besten, indem man einen EL Mehl aus der abgewogenen Mehlmenge hinzugibt, sodass die Butter und das Ei sich nicht trennen, und eine glatte Emulsion bilden.

Backpulver und Mehl mischen, unter die Zucker-Butter-Eimasse mischen. In eine Springform mit 24cm Ø geben, und die Äpfel, geschält und in dünne Scheiben geschnitten darauf verteilen. Mit Rohzucker überstreuen. Bei 200°C Konvektion 35 Minuten backen.

Rhubarb Crumble

Ein Rezept aus England, das dem gegenwärtigen Angebot an frischem Rhabarber entgegenkommt. Rasch hergestellt, ergibt dieser Auflauf einen netten Dessert. Eine passende Übersetzung für crumble ist mir nicht begegnet, stattdessen jedoch ein Wikipedia-Eintrag.

Zutaten
  • 550g Rhabarberstangen
  • 150g Kristallzucker, der zusammen mit leeren Vanilleschoten in einem Glas aufbewahrt worden ist
  • 200g Weißmehl
  • 50g Kristallzucker
  • ½ TL Salz
  • 100g Butter

Zubereitung

Die gewaschenen Rhabarberstangen in 10mm-Abschnitte schneiden, in ein Auflaufgefäß geben. 150g Zucker (mit Vanilleschoten parfümiert) darüberstreuen, gut andrücken.

Einen Streuselteig aus dem Mehl, den 50g Zucker, Salz und der Butter herstellen: Alle trockenen Zutaten mischen, die Butter in kleinen Stückchen darunterreiben, bis alles homogen vermischt ist.

Den Teig auf dem Rhabarber gleichmäßig verteilen, andrücken. Im vorgeheizten Ofen bei 200°C Konvektion ca. 50 Minuten backen, sodass die Oberfläche des Teigs golden angebräunt ist.

Noch ein wenig lauwarm servieren, zusammen mit Crème double (Crème double de la Gruyère) auf einem Dessertteller anrichten.

Kleine Quarktorte

Dieser Kuchen ist eine abgewandelte Variante der hier bereits beschriebenen Quarktorte:

Kleine Quarktorte

Zutaten (Teig)

  • 75g Butter
  • 150g Mehl
  • 35g Zucker
  • etwas geriebene Zitronenzeste
  • Prise Salz
  • 1 Eigelb
  • etwas Zitronensaft

Zutaten (Füllung)

  • 250g Magerquark
  • 180g Sauerrahm (crème fraîche)
  • 50g Mehl
  • 80g Zucker
  • 2 Eigelb
  • 3 Eiweiß
  • geriebene Zitronenzeste (ca. ½ Zitrone)

Herstellung

Trockene Zutaten mischen, kleingeschnittenene kalte Butter mit den Fingern darunterreiben, mit dem Eigelb und kaffeelöffelweise Zitronensaft zu einem Mürbeteig zusammenfügen. Den Teig eine halbe Stunde ruhen lassen.

Für die Füllung die Zutaten mischen, die Eier teilen und den Eiweiß zu Schnee schlagen, welcher zuletzt untergehoben wird.

Eine Ø 22cm-Form buttern, mit der einen Hälfte des Teigs den Boden auslegen, mir der anderen einen Rand herstellen. Füllung hineingeben Bei 200°C (Konvektion) anbacken, dann bei 180°C fertigbacken. Dauer etwa 55 Minuten.

Toggenburger Schlorzifladen

Toggenburger Schlorzifladen

Dieses Rezept hat seinen Namen von dem Mus aus gedörrten Birnen, welches in der Ostschweiz, und speziell im Toggenburg, „Schlorzi“ genannt wird. Ideal sind jene Dörrbirnen, welche nicht ganz hart sind – also zum Rohgenuß geeignet sind.

Zutaten (Teig):
  • 250g Weißmehl
  • 125g Butter
  • 50g Zucker
  • ½ TL Salz
  • etwas kalte Milch
Zutaten (Birnenfüllung):
  • 400g gedörrte Birnen
  • 2 EL Zucker
  • 1 Msp Nelkenpulver
  • ½ TL Zimt
  • ½ TL Lebkuchen-Gewürzmischung
  • mehrere EL Kirschwasser (Obstbrand)
Zutaten (Guss):
  • 2dl Rahm (Sahne)
  • 1-2 dl Milch
  • 1 Ei
  • 2 EL Maizena
  • 1 EL Zucker
  • ausgekratzte Samen von ½ Vanilleschote

Zubereitung

Teig: alle trockenen Zutaten mischen, kalte Butter in kleinen Stückchen darunterreiben, dann mit der kalten Milch einen gut formbaren Teig herstellen. Eine passende Backform (Ø 28 cm) mit dem Teig auskleiden, kühlstellen.

Birnenfüllung: Die Dörrbirnen vom Stiel befreien und durch den Wolf treiben (feine Scheibe). Die Masse mit dem Zucker, den Gewürzen verrühren. Soviel Kirschwasser hinzugeben, dass eine streichbare Masse entsteht. Die Masse auf dem Kuchenteig verteilen.

Guss: Mit dem Mixer alle Zutaten gut aufschlagen, und die Torte damit bedecken.

Bei 200°C (Konvektion) während gut 40 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.  Am besten schmeckt diese Torte lauwarm, aber bei Zimmertemperatur ist sie ebenfalls hervorragend.

Apfeljalousien

Als Dessert z.B. nach der Weinlesersupp hier ein rasch zubereitetes, selbstentwickeltes Rezept:

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Zutaten

  • 1 mittlerer Boskoop-Apfel
  • 1 Handvoll Sultaninen
  • 4 EL gemahlene Mandeln
  • 1 Schnapsglas (30ml) Calvados
  • Grießzucker nach Bedarf
  • 250g ausgerollter Butter-Blätterteig
  • etwas Rahm zum Einstreichen

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Zubereitung

Den Apfel schälen, vom Kerngehäuse befreien, auf der Röstiraffel zerkleinern. Sofort mit Zucker und Calvados mischen, gemahlene Mandeln und Sultaninen beigeben. Den Blätterteig in längliche Quader teilen, auf einer Hälfte 6 Längsschnitte anbringen. Auf die andere Hälfte je ein Häufchen der Füllung geben, zusammenklappen und die Ränder zusammendrücken. Mit Rahm einpinseln, und auf dem mit Backpapier belegten Blech goldbraun backen.

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Gummenalp-Torte

Eine Torte mit Ziger*, Mohn und Apfel

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Zutaten Mürbeteigboden:

  • 180g Weißmehl
  • 90g Butter
  • 50g Zucker
  • 1 Ei
  • Prise Salz
  • Zitronenzeste

Zutaten Füllung 1:

  • 300g Ziger
  • 3 große Eier
  • 75g Zucker
  • Prise Salz
  • Zitronenzeste
  • 50g frisch gemahlener Mohn

Zutaten Füllung 2:

  • 2 feste, säuerliche Äpfel
  • 50 Zucker
  • etwas Zitronensaft

Zubereitung

Mehl, Zucker, etwas Zitronenzeste und die Prise Salz mischen, die Butter in kleinen Stückchen darunterreiben. Mit einem (kleinen) Ei zu einem Teig zusammenwirken. Nicht kneten, damit der Teig mürbe bleibt. Eine beschichtete Tortenform (28cm Ø) damit auskleiden.

Füllung 1: Ziger (fester, trockener Ricotta) durch ein Sieb streichen. 3 Eigelb und den Zucker daruntermischen, etwas Zitronenzeste hinzugeben. Den (z.B. in einer sauberen Kaffeemühle) gemahlenen Mohn untermischen. 3 Eiweiß mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen, unterziehen. Es ist wichtig, dass der Mohn erst kurz vor dem Gebrauch gemahlen wird, denn er wird schnell ranzig; und die ungemahlenen Mohnkörner geben ihr Aroma nicht ab.

Füllung 2: Die 2 Äpfel schälen und auf einer Röstiraffel zerkleinern. Sofort Zitronensaft hinzugeben, damit die Masse nicht oxidiert. Zucker untermischen.

Den Tortenboden mit der Hälfte der Füllung 1 bestreichen, dann die Füllung 2 darauf verteilen, und mit der restlichen Hälfte der Füllung 1 bedecken. Bei 200°C Konvektion 35 bis 40 Minuten backen.
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*Ziger ist eine schweizerische Form des Ricotta, also ein Frischkäse, der aus Molke gewonnen wird.
Es gibt in der Schweiz mehrere Örtlichkeiten, die mit „Gummenalp“ bezeichnet werden. Hier handelt es sich um die Alp oberhalb von Hofstetten BE.

Spice Crumb Cake (Charles Petzold)

Ein Rezept für einen US-amerikanischen Kuchen. Ich habe es von Charles Petzold übernommen. Petzold ist der Autor diverser Programmier-Lehrbücher im Windows-Umfeld. Sein Rezept Spice Crumb Cake habe ich ein wenig angepasst und auf unsere Maßeinheiten umgeschrieben.

BildZutaten

  • 400g Weizenmehl oder Hartweizendunst
  • 125g Zucker (Feinkristall)
  • 125g dunkler Roh-Rohrzucker
  • ½ Kaffeelöffel Salz
  • 1 Kaffeelöffel Zimtpulver
  • 1 Kaffeelöffel Backpulver
  • 150g Butter
  • ausgekratztes Mark von ½ Vanilleschote
  • 100g Rosinen
  • 2 Eier (zu 63g)
  • ca. 200cm³ Buttermilch
  • 50g grob gehackte Haselnüsse

Herstellung

Alle pulverförmigen Zutaten zusammenmischen, die Butter mit der Vanille in kleinen Stückchen darunterreiben. Die Rosinen hinzugeben, und mit Hilfe der Buttermilch und den gut verschlagenen Eiern zu einem Teig verrühren. Tipp zur Zerkleinerung der Haselnüsse: In einen Plastikbeutel geben und auf fester Unterlage mit dem Holzhammer plattklopfen.

Den Teig in eine ausgebutterte Cakes-Form geben, mit den Haselnüssen bestreuen. Zuerst bei 200°C Konvektion, später 170°C etwa 70 Minuten backen. Die gerösteten Haselnüsse auf der Oberfläche geben dem Kuchen eine besondere Note.