Sich auf etwas einlassen

Ab und zu passiert es: man trifft auf einen Menschen, oder auf einen Text im Internet, kurzum auf eine Meinung. Und man kann nur noch eins zu dem Gedanken sagen: genauso ist es!

Heute morgen ist es mir wieder mal passiert. Bei der Durchsicht der von mir bevorzugten Blogs bin ich auf einen Beitrag von Vincent Klink gestoßen. Der Meisterkoch nimmt Bezug auf auf ein einfaches, delikates Gericht und macht sich Gedanken darüber, dass wir heutzutage vor lauter Suche nach der Vielfalt am kleinen Glück vorüberrennen. In seinen Worten klingt das so:

„Viele Menschen sind tief verunsichert und so handeln und leben sie auch. Enge Bindungen werden nicht mehr riskiert, ein scheinbares Gefühl für Freiheit wird gepflegt indem man sich Hintertürchen offen hält, hier etwas mitnimmt und sich dort nur zu kleinen Teilen einlässt. Geduld, sich auf etwas einzulassen, so etwas wie Leidenschaft entwickeln, das funktioniert immer schlechter. Man rauscht durch den Alltag und hat den Kopf voll mit Halbheiten, mit Gedankenschnipseln und nennt sich dann trügerischerweise “informiert”.

Beim Fernsehen wird nur noch gezappt, weil man in der Angst lebt etwas anderes zu verpassen. In Magazinen und Zeitungen macht sich deshalb das “Prinzip Bildzeitung” breit. Riesige Überschriften und dann kommt nicht mehr viel.

Beim Essen ist es nicht anders. Deshalb sind Amuse-Bouche-Menüs in Mode gekommen, eine kleine Delikatesse reiht sich an die andere und Reagenzglasweise werden die Weine dazu serviert. Ist man dann Zuhause weiss man nicht mehr viel, ausser dass es schön war.“

Für mich besteht der Schlüssel zum persönlichen Glücksempfinden darin, sich auf etwas einlassen zu können. Egal, was es ist: Mach das, was Du gerade tust, mit ganzem Herzen.

Verschleierung von E-Mail-Adressen

Heute bin ich einem interessanten Artikel begegnet. Der Autor dieses blogs stellt fest, dass eine Verschleierung einer E-Mail-Adresse mehr dem Missbrauch dient als sie ihn verhindert. Eine übliche Verschleierung ist “name at firma dot com”. Eine einfache Google-Recherche auf den Suchbegriff “* at * dot com” erbringt mehr als 15 Millionen Resultate. Da Google die Suche auf “@” – was eine übliche E-Mail-Adresse kennzeichnen würde – verhindert, ist die Verschleierung ein echter Gewinn für die Spam-Verteiler.

Rechtschreibeprüfung

Ich habe soeben einen neuen Zeitvertreib entdeckt: Gib’ einem Textverarbeitungsprogramm ein Wort zur Überprüfung, und freu’ Dich über die vorgeschlagenen Varianten, wenn es dieses Wort nicht kennt!

OpenOffice Writer kennt offenbar keine “Naturistenfamilien”. Interessant, was es als Ersatz dafür vorschlägt:

  • Aristokratenfamilien
  • Algorithmenfamilien
  • Bauernfamilien
  • Familienministern (sic! Was auch immer das sein soll…)

Jedenfalls hat die vorgeschlagene “Aristokratenfamilie” ein Forumsmitglied zu einem philosophischen Gedankenspiel angeregt, wie man hier lesen kann. Ob SUN Microsystems Inc. als federführender Teil der Entwicklung von OpenOffice sich der kreativen Wirkung bewußt ist?

Vernetzung

Es gibt es doch noch: Engagement für eine Sache, ohne die Aussicht auf einen materiellen Gewinn zu haben. Als Beispiel heute: die Weblogs. So können Leute, die aus den unterschiedlichsten Ecken kommen, zueinander finden. Der gemeinsame Nenner, die sie verbindet, heißt: Freude am gepflegten Gespräch. So geht Vernetzung: Maria Klein verweist in ihrem blog auf unser nacktKULTUR-Forum.

Zurecht wird der kritische Beobachter, die kritische Beobachterin einwenden, dass dies alles nur virtuell stattfindet. Jedoch: wo steht geschrieben, dass es bei der virtuellen Begegnung bleiben soll? Um ein Treffen im RealLife™ zu vereinbaren, braucht es nur ein E-Mail, und natürlich das Interesse beider Beteiligten. Menschen, die sich nie im Leben begegnen würden, kommen auf diese Weise zusammen. Wie bitte? Hat da jemand gesagt, der Computer mache einsam?

Es ist wie mit dem scharfen Küchenmesser: Man könnte einen Menschen damit umbringen, aber ebensogut (oder noch besser) schneidet man damit Rinderwade, um ein schönes Porkölt zuzubereiten.

English Scones

Bild

Zutaten

  • 500g Weizenmehl oder Hartweizendunst
  • 50g Zucker (Feinkristall)
  • ½ Kaffeelöffel Salz
  • 1 Kaffeelöffel Weinsteinsäure (acidum tartaricum)
  • 1 Kaffeelöffel Backnatron (Natriumbicarbonat)
  • 100g Butter
  • 50g Rosinen
  • ca. 400 cm³ Buttermilch

Herstellung

Alle pulverförmigen Zutaten zusammenmischen, die Butter in kleinen Stückchen darunterreiben. Die Rosinen hinzugeben, und mit Hilfe der Buttermilch zu einem steifen Teig zusammenfügen. Achtung – nicht kneten, der Weizenkleber darf nicht aktiviert werden.

Auf einem gut bemehlten Tisch auslegen, zu einer Platte von ca. 2.5 cm Dicke drücken und mit einem Glas von 60-65mm Ø Küchlein ausstanzen. Wenn die Platte verbraucht ist, Reste zusammenfügen und fortfahren, bis alles verbraucht ist. Es sollte etwa 16 Scones geben.

Auf ein Blech mit Backpapier verteilen, und bei 180°C Umluft etwa 25 Minuten backen. Die Scones dürfen höchstens ganz leicht hellbraun werden.

Sie können noch warm genossen werden, halbiert und mit Butter oder „double cream“ aus Cornwall bestrichen. Oder man kann sie einfrieren, und bei Bedarf kurz im Ofen aufwärmen. Ideal dazu: englischer Tee.